Naturheilpraxis
Michael Rau

Ernährungsberatung/Fasten


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Kurzinfo:
Ernährung und die damit verbundenen Folgen werden in unserer heutigen Überfluß- und Fastfoodgesellschaft zu einem immer größeren Problem.


Anwendungsgebiete der Ernährungsberatung:
  • einseitigen Ernährung
  • Eßstörungen (Bulimie, Magersucht, Anorexie)
  • Übergewicht
  • Stoffwechselstörungen (Cholesterin, Harnsäure/Gicht, Diabetes II),


Vorgehensweise:
Je nach vorliegendem Grundproblem werden Ernährungspläne erstellt oder Kurse in Gruppen (z.B. Fastengruppen) angeboten. Die Patienten werden wöchentlich oder mehrmals die Woche fachkundlich betreut und erhalten seelischen und psychologischen Beistand.


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Heilfasten


Beim Fasten handelt es sich um einen freiwilligen, seit Jahrtausenden als Heilverfahren bekannten Nahrungsverzicht. In vielen Religionen wird das Fasten als Möglichkeit betrachtet, näher zu Gott und zu sich selbst zu gelangen.

Der menschliche Körper besitzt die Fähigkeit, für gewisse Zeit schadlos ohne Nahrungszufuhr zu leben, so beinhaltet unser zirkadianer Rhythmus nachts eine ca. zwölfstündige "Fastenperiode" (im Englischen: breakfast = Fastenbrechen). Bei akuten Krankheiten (z.B. grippaler Infekt) verweigert der Kranke die Nahrung oftmals spontan. Schließlich stellt das Hungern, welches uns bis in die heutige Zeit begleitet, ein unfreiwilliges Fasten dar.

Die Umschaltung des Organismus auf das Fasten erfolgt bei einer Zufuhr von 500-600 kcal. pro Tag über mehrere Tage. Al1e Diätformen, die diese Voraussetzung erfüllen, lassen sich somit unter das Fasten subsumieren.

Es sind dies:
  • Null-Kalorien-Diäten: Reines Wasserfasten, Null-Diät (mit Zugabe von Vitaminen und Mineralstoffen) und Teefasten (ohne Honig)
  • Fastenformen mit geringer Nahrungszufuhr: Schleimfasten (besonders bei Magen- und Darmempfindlichen), Fasten nach Heun oder Breuss (mit Säften), Molkefasten und Fasten nach Buchinger (mit Säften, Gemüsebrühe und Kräutertees mit wenig Honig).
Fastenwirkungen:
  • In den ersten Fastentagen Umschaltung der hauptsächlichen Energiegewinnung vom Kohlenhydratstoffwechsel auf Eiweiß- und später auf Fettstoffwechsel (Abb. unten). Nach einigen Tagen wird der Energiebedarf fast nur aus Fett gedeckt. Die im Fasten stets negative Eiweißbilanz sinkt von –100g auf -15 g pro Tag.
  • Bei längerem Fasten (mehr als 14 Tage), durchschnittliche tägl. Gewichtsreduktion von ca. 350g (Frauen) bzw. 450g (Männer; Buchinger-Fasten). Beim Null-Kalorien-Fasten weitere Steigerung um 40-50g pro Tag möglich, subjektives Wohlbefinden jedoch meist beeinträchtigt.
  • Gesteigerte Natriurese und Diurese (Na-Spiegel im Blut sinkt), extrazelluläres Flüssigkeits- und Plasmavolumen nimmt ab. Dadurch Vor- und Nachlastsenkung, Ruhepuls und Blutdruck (RR) sinkt.
  • Bei Übergewichtigen verbessert sich die Vitalkapazität.
  • Cholesterin, Triglyzeride und Blutzucker, Harnsäure-Spiegel im Blut sinken. Mäßig erhöhte Leberwerte normalisieren sich. Abbau von Gefäßendothelanlagerungen werden diskutiert.
  • Kohlenhydratstoffwechsel bei Diabetes mell. II deutlich verbessert.
  • Kapillar-zellulärer Stoffaustausch verbessert (Abbau der Eiweißspeicher in Basalmembranen, dadurch Diffusionsstrecke kleiner).
  • Statische Entlastung der Gelenke und Wirbelsäule.
  • Bei körperlichem Training während des Fastens Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit möglich.
  • Der Fastende gewinnt durch das Fasten in der Regel an Selbstvertrauen.
  • Fasten kann ein starker Impuls für die Neuordnung eines gesünderen Lebensstils sein.


Fasten

Anteile von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett an der Energieversorgung im Verlauf von 28 Fastentagen


Praktische Hinweise zum Heilfasten
  • Gesunde können nach Anleitung - am besten in einer Gruppe - zu Hause fasten.
  • Pat. mit ernährungsbedingten Stoffwechselstörungen (z.B. Hyperlipidämie, nicht-insulinpflichtiger Diabetes mellitus) können unter Aufsicht des Hausarztes zu Hause, alle anderen sollten nur unter Begleitung durch einen erfahrenen Fastenarzt oder in einer auf Heilfasten spezialisierten Klinikfasten.
  • Mit einem vorbereitenden Entlastungstag einleiten, an dem leichtverdauliche Speisen eingenommen werden (Obst, Müsli, Rohkost, Gemüse, Joghurt, Quarkspeisen, Knäckebrot)
  • Das Fasten kann in seinen verschiedenen Formen wenige Tage bis mehrere Wochen durchgeführt werden, je nach Konstitution und Indikation (* Tabelle Indikation und Kontraindikationen des Fastens).

Indikation und Kontraindikation des Heilfastens

Die genannten Indikationen und Kontraindikationen gelten für alle erwähnten Arten des Fastens.

Indikationen Kontraindikationen
Adipositas Tuberkulose
Diabetes mell. II Krebs
Hyperurkämie Z.n. schweren Erk. und OP
Hypetonie Antikoagulatien
Hyperlipidämien Psychosen
chr. Hepatitiden (Fettleber, chr. Hepatitis) Schwere Depressionen
arterielle Durchblutungsstörungen
(koronar, cerebral, peripher)
Bulimie
venöse Durchblutungsstörungen
(z.B. ulcus cruris)
Anorexie
Degenerative Gelenkerkrankungen Thyretoxikose
Entzündliche Gelenkerkrankungen Leberzirrhose
Hauterk. (z.B. Akne, Psoriasis, Neurodermitis) Kardiomyopathie
Asthma Z.n. Mycarditis
Pollinosis Florides Ulcus ventrculi oder duodeni
Chr. Obstipation Schwangere und Stillende
Chr. Enterokolitiden Kinder vor Abschluss des Wachstums
M. Chron, Colitis ulcerosa Mangelnde Einsichtsfähigkeit in notwendige Maßnahmenwährend des Fastens (intelektuell, zerebral, oder charakterlich bedingt)
  • Stoffwechselstörungen wie Hypercholesterinämie oder leichte Hepatopathien lassen sich fast immer sehr günstig beeinflussen
  • Bei chron. Krankheiten wie Neurodermitis oder Rheuma können mitunter dramatische Verbesserungen erzielt werden, es gibt hier jedoch auch Fasten-refraktäre Fälle (insbesondere nach langjähriger Vorbehandlung mit Kortison oder Immunsuppressiva)
  • Cave: Eine Verbesserung tritt bei schweren chron. Krankheiten oft erst nach sogenannten Heilkrisen auf (ähnlich der homöopathischen Erstverschlimmerung), weshalb bei diesen Pat. das Fasten nur in der Fastenklinik angezeigt ist. Außerdem können bei diesen Erkr. nach Beendigung des Fastens die Symptome - wenn auch meist in abgeschwächter Form - wiederauftreten.

Body-Mass-Index (BMI)

BMI - Die moderne Körperformel. Testen Sie Ihren Body-Mass-Index
Sie wissen nicht genau, ob Sie zu viel wiegen? Kein Problem, der Body-Mass-Index verrät es Ihnen. Der Body-Mass-Index (BMI) spiegelt das Verhältnis von Größe zu Gewicht wider.

Der BMI für Ihr Normalgewicht beträgt:
  für Frauen zwischen 19 - 24 und
  für Männer zwischen 20 und 25.

Liegt Ihr BMI höher, so steigt mit zunehmendem Lebensalter auch das Gesundheitsrisiko, wie z.B. für Gefäßkrankheiten.


Geben Sie in den Eingabefeldern Ihre Größe in Zentimeter und
Ihr Gewicht in Kilogramm an. Berechnen Sie dann Ihren persönlichen BMI.
 
Ihre Grösse  in cm
Ihr Gewicht  in kg


 

Ihr BMI beträgt: 


 
 

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Letzte Änderungen am 05.05.2006 (vorher 2x 2002, 4x 2001, 5x 2000, 1x1999 und 5x1998) Erstellt von Michael Rau